Rücktritt: Gigabell-Chef fühlt sich rausgemobbt - DER SPIEGEL
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Rücktritt Gigabell-Chef fühlt sich rausgemobbt

Der Vorstandschef der Krisenfirma Gigabell, Ex-Schlagerkomponist Daniel David, hat seinen Rücktritt erklärt. Er sehe keine andere Möglichkeit, nachdem er im Büro geschnitten werde.
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Frankfurt am Main - David gibt sein Amt auf, weil er sich "gezielt" von Vorstandsentscheidungen abgeschnitten fühlt. Er sehe sich derzeit "mangels fehlenden Aufsichtsrats nicht mehr in der Lage, die Interessen der Gesellschaft und der Anleger zu vertreten", teilte er am Freitag zur Begründung mit. In den vergangenen Wochen seien Vorstandsbeschlüsse "im Alleingang zwischen den Vorstandsmitgliedern Funke und Stassen und teilweise mit Genehmigung des vorläufigen Insolvenzverwalters" getroffen worden.

David monierte, seine Entscheidungen seien dabei teilweise verworfen oder andere Entscheidungen ausdrücklich gegen seinen Willen durchgesetzt worden. Da dies "zu erheblichen Schadensersatzforderungen durch die Anleger führen könnte", lehne er jede weitere Verantwortung ab.

Gigabell war Ende September als erstes Unternehmen des Neuen Marktes Pleite gegangen und setzt nun auf einen Neuanfang mit Hilfe des finnischen Unternehmens Saunalahti. Voraussetzung für einen Einstieg der Finnen ist indessen eine erfolgreiche Sanierung des Multiservice-Providers, der Internet-, Telefon- und E-Commerce-Dienste anbietet.

Nach der Bekanntgabe von Millionenverlusten Anfang des Jahres war die Gigabell-Aktie, deren Höchstkurs im vergangenen Jahr noch bei fast 132 Euro gelegen hatte, ins Bodenlose gefallen. Im Falle eines Einstiegs will Saunalahti angeblich nur noch 0,5 Euro pro Aktie zahlen.