Rückversicherer: Münchener Rück kassiert Gewinnziel - DER SPIEGEL
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Rückversicherer Münchener Rück kassiert Gewinnziel

Die Wirtschafts- und Finanzkrise verunsichert die Münchener Rück: Der Rückversicherer streicht seine mittelfristige Gewinnprognose. Für das neue Geschäftsjahr will das Unternehmen keine Vorhersage abgeben.
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München - Die Finanzkrise zwingt den weltgrößten Rückversicherer Münchener Rück   zur Vorsicht: Der Vorstand des Dax-Konzerns verabschiedete sich am Dienstag von dem Ziel, bis 2010 einen Gewinn je Aktie von 18 Euro zu erreichen.

Dies sei angesichts der Börsenbaisse nicht mehr realistisch, sagte Konzernchef Nikolaus von Bomhard. "Die kurzfristige Maximierung von Gewinnen steht nicht im Vordergrund." 2008 brach der Überschuss um 61 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro ein. Der Gewinn je Aktie lag bei 7,48 Euro.

Wegen der anhaltenden Turbulenzen an den Kapitalmärkten sei die angestrebte Rendite auf Kapitalanlagen von 4,5 Prozent in den nächsten beiden Jahren nicht erreichbar, hieß es weiter. Im vergangenen Jahr kamen die Münchener nur auf 2,5 Prozent.

Der Konzern ist mit einem Volumen von 175 Milliarden Euro einer der weltgrößten Anleger. Der Großteil der Gelder steckt in festverzinslichen Wertpapieren. Die Aktienquote hat die Münchener Rück auf unter zwei Prozent gedrückt. Abgeschrieben werden mussten 2008 insgesamt mehr als sieben Milliarden Euro, der Großteil davon betraf Aktieninvestments.

Eine genaue Gewinnprognose für 2009 wagte von Bomhard nicht. 2008 verhagelten die fallenden Aktienkurse ihm mehrfach die eigenen Ziele. Die Münchener Rück, die für das abgelaufene Geschäftsjahr eine unveränderte Dividende von 5,50 Euro je Aktie zahlt, will unterdessen weiter eigene Anteilsscheine zurückkaufen. Seit 2007 wurden bereits drei Milliarden Euro in den Rückkauf investiert und zwei Milliarden in Dividenden.

manager-magazin.de/dpa-afx/Reuters

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