Rückzug: BMW will britische Fabriken loswerden - DER SPIEGEL
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Rückzug BMW will britische Fabriken loswerden

Der bayerische Autokonzern will noch in diesem Jahr zwei Fabriken in Großbritannien abstoßen. Zudem lehnt BMW zusätzliche Zahlungen an Rover ab.
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München - Ein BMW-Sprecher bestätigte Verkaufsverhandlungen über das Motoren- und Getriebewerk in Longbridge sowie über das Presswerk in Swindon. Der Wert der beiden Fabriken mit insgesamt 3600 Mitarbeitern wird auf rund eine Milliarde Mark geschätzt.

Die MG Rover Group wolle das Werk Longbridge übernehmen, sagte ein Rover-Sprecher. An der Fabrik in Swindon habe der britische Karosseriehersteller Mayflower großes Interesse. Seit einiger Zeit gibt es offenbar Streit zwischen BMW und der MG Rover Group über den endgültigen Abschluss des Verkaufs. Laut "Handelsblatt" soll John Towers, Chef des Rover-Eigners Phoenix weitere 500 Millionen Mark von BMW gefordert haben. BMW wolle diesen Streit noch vor Jahresschluss bereinigen und habe bereits eine "Paketlösung" mit dem Verkauf des Werkes in Longbridge in Aussicht gestellt.

Der BMW-Konzern machte dagegen britische Hoffnungen auf nachträgliche Zahlungen an MG Rover zunichte. Die Unterstützung durch BMW werde nicht mehr als 500 Millionen Pfund betragen, sagte Werner Samann, BMW-Vorstandsmitglied und früherer Chef von Rover, der britischen Zeitung "Daily Telegraph". Das entspreche der Vereinbarung mit dem Phoenix-Konsortium, das Rover im Mai für symbolische zehn Pfund übernommen hatte.

Laut Samann liegt das unternehmerische Risiko allein bei dem Phoenix-Konsortium als neuem Besitzer von MG Rover. Der Vorsitzende von MG Rover, John Towers, soll den BMW-Konzern laut dem Pressebericht um weitere Finanzspritzen gebeten haben. Hintergrund der Bitte seien fallende Preise auf dem Fahrzeugmarkt, rückläufige Verkaufszahlen sowie die anhaltende Euro-Schwäche.