Rüstung: "Meads"-Kosten klettern auf eine Milliarde Euro - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Rüstung "Meads"-Kosten klettern auf eine Milliarde Euro

Die Entwicklungskosten für das neue Raketenabwehrsystem "Meads" der Bundeswehr könnten weiter steigen. In der SPD-Bundestagsfraktion mehren sich Forderungen nach kostengünstigeren Lösungen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlin - In den rund 850 Millionen Euro, die Verteidigungsminister Peter Struck im April im Haushaltsausschuss des Bundestages beantragen will, seien die Kosten für die Anpassung des Zweitflugkörpers "Iris T" noch nicht enthalten. Das berichtet die "Welt" heute unter Berufung auf Bundeswehr-Kreise. Die dafür nötigen Mittel würden auf 140 Millionen Euro veranschlagt, schreibt das Blatt.

In der SPD-Bundestagsfraktion werden Forderungen nach Einsparungen laut. Die Beschaffung aller Flugkörper müsse unter Einbeziehung der deutschen Lenkflugkörper-Industrie im Wettbewerb ausgeschrieben werden, um eine kostengünstige Lösung zu erreichen, sagte die SPD-Wehrexpertin Verena Wohlleben. Eine Ausschreibung von "Iris T" würde nach ihrer Ansicht zu einem preiswerteren und damit wirtschaftlicheren Angebot führen als derzeit veranschlagt und die Akzeptanz von "Meads" insgesamt vergrößern.

"Meads" soll etwa 2012 das aus den sechziger Jahren stammende Patriot-Abwehrsystem ablösen. Das System soll angreifende Raketen, Flugzeuge, Hubschrauber und Drohnen bekämpfen.