Rüstungsdeal: Thyssen und EADS kaufen U-Boot-Ausrüster - DER SPIEGEL
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Rüstungsdeal Thyssen und EADS kaufen U-Boot-Ausrüster

Die Konsolidierung in der deutschen Marineindustrie setzt sich fort. Der Bremer Ausrüster Atlas Elektronik wird wie erwartet von einem Konsortium aus ThyssenKrupp und EADS übernommen.
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Essen/München - "Beide Unternehmen werden mit Atlas Elektronik ihre Kompetenz sowohl im Plattform- als auch im Elektronik- und Systemgeschäft im Marinebereich bündeln", erklärten EADS   und ThyssenKrupp Technologies heute. Der Verkäufer, die britische BAE Systems  , erhält nach eigenen Angaben 145 Millionen Euro.

Der französische Rüstungskonzern Thales ging dagegen leer aus. Presseberichten der vergangenen Tage zufolge soll Thales mit rund 300 Millionen Euro das Doppelte für Atlas geboten haben. Die Bundesregierung habe jedoch mit einem Veto gedroht. Das kann sie gemäß Außenwirtschaftsgesetz, falls mehr als 25 Prozent einer deutschen Rüstungsfirma ins Ausland verkauft werden.

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) bezeichnete die Transaktion als "eine hervorragende Grundlage für einen europäischen Zusammenschluss der Marineindustrie, den wir politisch anstreben". Das Zusammenführen der Unternehmen zu einem maritimen Systemanbieter sichere die führende Rolle Deutschlands im internationalen Wettbewerb für Überwasserschiffe und konventionelle U-Boote auch für die Zukunft. ThyssenKrupp hatte vor knapp einem Jahr in einem ersten Schritt seine Werften mit denen von HDW zusammengeschlossen und damit die Konsolidierung der Branche eingeleitet.

ThyssenKrupp hält 60 Prozent und der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS die restlichen 40 Prozent der Anteile an Atlas Elektronik. Das Unternehmen mit 1750 Mitarbeitern ist auf Ausrüstung und Systeme für Seestreitkräfte spezialisiert. Atlas ist laut eigenen Angaben Marktführer in der Entwicklung von integrierten Sonarsystemen für U-Boote und fungierte bereits als Lieferant für ThyssenKrupp.