Rüstungsindustrie: BAE Systems kauft US-Panzerschmiede - DER SPIEGEL
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Rüstungsindustrie BAE Systems kauft US-Panzerschmiede

Der Rüstungskonzerns BAE Systems kauft über seine US-Tochter die United Defense Industries. Durch den Zukauf würde das britische Unternehmen nicht nur seine Präsenz am schnell wachsenden US-Markt für Wehrtechnik deutlich ausbauen. Es entstünde auch einer der größten Rüstungskonzerne der Welt.
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London - Wie BAE Systems heute in London mitteilte, zahlt das Unternehmen für jede United-Defense-Aktie 75 Dollar. Daraus ergebe sich ein Übernahmepreis in Höhe von 3,97 Milliarden Dollar. Zuzüglich werden noch 218 Millionen Dollar Schulden übernommen.

UDI hatte im abgelaufenen Jahr einen Umsatz von 2,292 Milliarden Dollar erzielt. Die rund 8000 Mitarbeiter in den USA und Schweden stellen Kampffahrzeuge, Artilleriesysteme, Raketenabschussbasen und Präzisionsmunition her, darunter auch den Schützenpanzer Bradley, der im Irak in großer Zahl zum Einsatz kommt.

BAE will den Kauf nach eigenen Angaben aus vorhandenen Mitteln und durch die Ausgabe einer Anleihe im Wert von drei Milliarden Dollar finanzieren. Weiteres Geld soll der Verkauf von neuen Aktien im Wert von 375 Millionen Dollar einbringen.

Nach Einschätzung des Unternehmens sind die Aussichten für die durch die Übernahme vergrößerte Gruppe positiv. Die Akquisition werde umgehend zum Gewinn beitragen, hieß es. Die UDI-Aktionäre sowie die BAe-Anteilseigner müssten dem Kauf noch auf einer außerordentlichen Hauptversammlung zustimmen. Mit einem Abschluss der Transaktion werde Mitte 2005 gerechnet.