Ruhrgas-Übernahme: E.ON beantragt Ministererlaubnis - DER SPIEGEL
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Ruhrgas-Übernahme E.ON beantragt Ministererlaubnis

Europas zweitgrößter Stromanbieter E.ON hat knapp einen Monat nach dem Veto des Bundeskartellamtes eine Ministererlaubnis zur Übernahme der Essener Ruhrgas beantragt. Es sei für das gesamtwirtschaftliche Wohl, heißt es.
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Düsseldorf - Der Zusammenschluss mit dem Ferngasversorger diene der Sicherung der deutschen Energieversorgung, teilte E.ON am Dienstag mit. Zudem würden Arbeitsplätze gesichert und der Klimaschutz verbessert.

Die Ministererlaubnis kam in der Geschichte der Bundesrepublik bisher sechsmal zum Zuge. Zuletzt war 1989 die Übernahme von MBB durch Daimler-Benz auf diesem Weg genehmigt worden. Der Antrag von E.ON ist heftig umstritten. Verbraucherschützer befürchten durch die starke Stellung von E.ON bei Strom und Gas Nachteile für die Kunden. Für niedrige Verbraucherpreise sei ein kräftiger Wettbewerb nötig.

Außerdem wurde auf politischer Ebene in den vergangenen Wochen über die Objektivität von Bundeswirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) diskutiert. Der zuständige Ressortchef war viele Jahre lang als Manager bei dem E.ON-Vorläuferunternehmen VEBA beschäftigt.