Ruhrkohle: Gerüchte über russischen Einstieg bei der RAG - DER SPIEGEL
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Ruhrkohle Gerüchte über russischen Einstieg bei der RAG

Wilde Spekulationen über die Zukunft der RAG: Einem Pressebericht zufolge verhandelt die russische Regierung über einen Einstieg bei der ehemaligen Ruhrkohle AG. Das Unternehmen selbst weist das als "völligen Blödsinn" zurück.
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München/Essen - Der Essener RAG-Konzern hat einen Pressebericht dementiert, wonach intensiv mit der russischen Regierung über einen Einstieg beim geplanten Börsengang verhandelt werde. "Völliger Blödsinn", sagte dazu RAG-Sprecher Christian Kullmann. "Es gab und gibt keinerlei Gespräche zwischen RAG und Gasprom. Auch nicht zwischen RAG und der russischen Regierung."

In den vergangenen Monaten war immer wieder über einen Einstieg des russischen Gaskonzerns Gasprom in den deutschen Energiemarkt spekuliert worden. Als mögliches Übernahmeobjekt wurde meistens der Stromkonzern RWE genannt, aber auch die RAG wurde bereits als Kandidat gehandelt – zumal sie im kommenden Jahr an die Börse gehen soll. Beide Unternehmen haben ihren Sitz im Ruhrgebiet, wo Gasprom neuerdings als Hauptsponsor des Fußballvereins Schalke 04 auftritt.

Der "Focus" berichtet, in den vergangenen Tagen seien beim Berliner Kanzleramt und der Düsseldorfer Staatskanzlei detaillierte Informationen über die Geheimgespräche eingegangen. In einem Strategiepapier einer zwischengeschalteten Unternehmensberatung werde offen über eine Beteiligung des staatlichen russischen Energieriesen Gasprom an der RAG gesprochen. "Die russische Administration hat Mittel in erheblicher Höhe bereitgestellt", soll es in dem Papier heißen.

Für den 29. Juni sei ein Treffen zwischen RAG-Vorstandschef Werner Müller und Vizepremier Dmitri Medwedew geplant, schrieb das Magazin weiter. Selbst ein Treffen mit Präsident Wladimir Putin werde "angesichts der Themenfelder in Aussicht" gestellt. RAG-Sprecher Kullmann sagte dazu, es gebe keinen Termin zwischen Müller und Medwedew und es sei auch kein Termin geplant.

wal/dpa