Eifrig wie nie zuvor schleusen ausländische Kapitalanleger ihr Geld in die Bundesrepublik. Vor allem Amerikaner und Briten, aber auch Schweizer und Japaner kaufen deutsche Wertpapiere. Trotz der Rekordkurse an der Börse stockten die Ausländer ihren Aktienbestand im ersten Halbjahr um 5,6 Milliarden Mark auf. Im Vorjahr hatten sie insgesamt per saldo für nur 3,7 Milliarden deutsche Aktien gekauft. Neben Aktien sind festverzinsliche Wertpapiere sehr beliebt. Im ersten Halbjahr 1985 gingen per saldo für 12,6 Milliarden Mark Papiere an Ausländer, fast so viel wie im gesamten Jahr 1984. Hauptgrund für die Beliebtheit deutscher Wertpapiere: Die ausländischen Anleger versprechen sich neben Zinsen und Dividenden auch Währungsgewinne. Bisher zu Recht: Die Mark nahm gegenüber der wichtigsten Anlagewährung, dem Dollar, in den vergangenen Monaten um rund 20 Prozent an Wert zu.
Dieser Ausdruck wurde am 18.10.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.
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