RWE: Neuer Chef kommt schon im November - DER SPIEGEL
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RWE Neuer Chef kommt schon im November

Der Führungswechsel beim Energiekonzern RWE wird vorgezogen. Darauf haben sich Aufsichtsrat und Noch-Vorstandschef Roels einer Zeitung zufolge verständigt. Statt im Januar soll Nachfolger Großmann schon im November das Ruder übernehmen.
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Frankfurt am Main - Eine endgültige Entscheidung soll der Aufsichtsrat am 20. September treffen, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Eigentümerkreise. Der Aufsichtsratschef Thomas Fischer und der Vorstandsvorsitzende Harry Roels hätten sich aber schon auf einen vorzeitigen Wechsel an der Konzernspitze verständigt. Demnach wird der designierte Nachfolger Jürgen Großmann die RWE-Leitung am 1. November übernehmen.

Mit Roels Anwälten sei bereits eine finanzielle Regelung getroffen worden, berichtet die "FAZ" weiter. Eine RWE-Sprecherin wollte keine Stellung zu dem Bericht nehmen.

Offiziell läuft Roels Vertrag bis Ende Januar 2008. Sein Nachfolger, der Stahlunternehmer Großmann, sollte den Konzernplänen zufolge bereits am 1. November in den RWE-Vorstand eintreten und Anfang Februar 2008 den Vorsitz übernehmen. Großmann hatte dagegen auf eine sofortige Amtsübergabe im November bestanden.

Offizieller Hintergrund für Roels Ausscheiden ist die von RWE   festgelegte Altersobergrenze von 60 Jahren. Der 59-Jährige hatte sich jedoch bereit erklärt, den Energieriesen noch ein Jahr länger zu steuern. Dass der RWE-Aufsichtsrat das Angebot nicht akzeptierte, wurde als interne Kritik an dem Manager interpretiert.

RWE-Aktien legten bis heute Nachmittag gut 1,6 Prozent zu. "Die Einigung vermeidet ein Machtvakuum und ist somit leicht positiv", sagte ein Händler. Analyst Theo Kitz von Merck Finck schloss sich dieser Einschätzung an: "Eine Klärung der Führungsrolle wäre positiv und würde die strategische Unsicherheit beseitigen."

wal/ddp/dpa-AFX

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