Ryanair Der Musterschüler legt noch eins drauf
London - Während die meisten Konkurrenten auf Grund der Luftfahrtkrise zum Teil herbe Verluste einstecken mussten, habe Ryanair seinen Nettogewinn auf 150,40 Millionen Euro ausbauen können, sagte Vorstandschef Michael O'Leary - das sei eine Steigerung um satte 44 Prozent.
Der Umsatz erhöhte sich dagegen nur um 28 Prozent auf 624,10 Millionen Euro. Möglich wurde die überproportionale Gewinnsteigerung durch die abermalige Verbesserung der Kostenstruktur. Sowohl die operativen als auch die Netto-Margen waren um drei Prozentpunkte höher als im Vorjahr.
Auch von der Auslastung können andere Fluglinien nur träumen. Im vergangenen Jahr transportierte die irische Billiglinie mit 11,10 Millionen Passagieren 38 Prozent mehr Fluggäste als im Vorjahr. Die Auslastung wurde von 77 Prozent auf 81 Prozent gesteigert.
Der Erfolg von Ryanair auf dem deutschen Markt habe das Unternehmen selbst überrascht, sagte O'Leary. In den ersten Monaten habe die Auslastung des Flughafens Frankfurt Hahn 80 Prozent betragen. "Wir gehen davon aus, dass wird allein in diesem Jahr rund zwei Millionen Passagiere auf unseren deutschen Strecken transportieren werden."
Durch weiterhin niedrige Tarife will die Fluggesellschaft den Angaben nach die Preislücke zu den Konkurrenten vergrößern und das eigene Wachstum beschleunigen. Bereits im abgeschlossenen Geschäftsjahr habe Ryanair das ursprüngliche Wachstumsziel von 20 bis 25 Prozent übertroffen. In den kommenden zwei Jahren soll das Passagieraufkommen laut Ryanair um 30 bis 35 Prozent zunehmen. Danach werde das Wachstum wieder auf 25 Prozent zurückfallen.