Sanfte Bosse - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen
Zur Ausgabe
Artikel 35 / 126

ENTLASSUNGEN Sanfte Bosse

• aus DER SPIEGEL 1/2002
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Aktienkurs, Gewinnprognosen - wenn es um die Zukunft ging, konnte den Firmenchefs noch im Jahr 2000 kein Chart steil genug nach oben zeigen. Spätestens seit dem 11. September übertrumpfen sie sich in einer neuen Disziplin: dem möglichst harten Personalabbau. Springer: minus zehn Prozent. Infineon: 5000 Jobs zur Disposition. DaimlerChrylser: weltweit minus 26 000. Um Rausschmisse und Gewerkschaftskrach zu vermeiden, setzen die sanften Bosse jedoch auf Kurzarbeit und natürliche Fluktuation. Der Personalabbau der Deutschen Bank - 7100 Stellen bis 2003 - entspricht in etwa dem natürlichen Mitarbeiterschwund. Die Horrorzahlen der Chefs sind oft genug ein Bluff, und den hat selbst die Börse durchschaut.

Zur Ausgabe
Artikel 35 / 126