Sanierungsplan GM will 6000 Stellen bei Opel streichen
Frankfurt am Main - Laut Berichten der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und der "Financial Times" sind nur die Opel-Werke im thüringischen Eisenach und Gleiwitz in Polen einigermaßen vor Stellenabbau sicher. Nach internen Berechnungen stehe das Werk Bochum am schlechtesten da. Um eine Schließung zu verhindern, müsste es grundlegend modernisiert werden, sagte ein Manager der Zeitung. Dafür sei jedoch kein Geld vorhanden.
"Wir sehen uns mit sehr hohen Kosten in Westeuropa konfrontiert, vor allem in Deutschland und Großbritannien", begründete eine GM-Sprecherin die Notwendigkeit zu Einschnitten. "Auf Schlüsselmärkten wie Deutschland sind wir in einer schwachen Position." Zu einem möglichen Stellenabbau wollte sie sich jedoch nicht äußern.
Der Restrukturierungsplan für General Motors Europa wird für Donnerstag erwartet. Dann legt der Konzern seine Quartalszahlen vor.
In den vergangenen vier Jahren hat der Autobauer in seinem Europa-Geschäft rund drei Milliarden US-Dollar verloren. Allein Opel hatte 2003 einen operativen Verlust von 384 Millionen Euro verbucht. GM hat bereits angedeutet, unter Umständen ein Werk komplett zu schließen. Dies könnte Opel in Rüsselsheim oder Saab im schwedischen Trollhättan treffen.