SAP-Bilanz: Ehrgeizige Renditeziele treiben Aktienkurs - DER SPIEGEL
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SAP-Bilanz Ehrgeizige Renditeziele treiben Aktienkurs

SAP-Chef Kagermann sieht sich in seiner Unternehmensstrategie bestätigt: Der Softwarehersteller konnte seinen Gewinn 2005 ordentlich hochfahren und sieht sich damit weiter als Sieger im Konkurrenzkampf mit Oracle. Für dieses Jahr hat sich Kagermann nun weitere hohe Ziele gesetzt.
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Walldorf/Frankfurt am Main - Das Ergebnis nach Steuern sei von 1,3 Milliarden Euro im Vorjahr auf 1,5 Milliarden Euro gestiegen, teilte SAP   mit. Das Vorsteuergebnis kletterte von 2,1 Milliarden auf 2,3 Milliarden Euro. Das Walldorfer Unternehmen hatte bereits Mitte Januar einen Anstieg des Gesamtumsatzes im Jahr 2005 um 13 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro mitgeteilt. Im Kerngeschäft mit den Softwarelizenzen wurden die Erlöse von 2,36 Milliarden im Vorjahr auf 2,78 Milliarden Euro ausgebaut.

Vorstandschef Henning Kagermann zeigte sich äußerst zufrieden mit dem Ergebnis und zeigte sich selbstbewusst: "2005 war ein hervorragendes Jahr für SAP", erklärte er. Das Dax-Unternehmen habe erneut mehr Marktanteile hinzugewonnen und damit unter Beweis gestellt, dass organisches Wachstum in der Softwarebranche ein Erfolgsrezept sei, fügte Kagermann mit Blick auf den Erzkonkurrenten Oracle   hinzu.

SAP kauft trotz hoher Barreserven von 3,4 Milliarden Euro nur kleine Firmen auf, um seine Produktpalette in Randbereichen zu erweitern. Der bisher auf Datenbanken spezialisierte US-Konzern Oracle will dagegen mit den milliardenschweren Übernahmen von Peoplesoft   und Siebel Systems   seinen Marktanteil bei Firmen-Software ausbauen.

Das laufende Geschäftsjahr werde ein "Meilenstein" für SAP sein, versprach Kagermann nun. Das Softwarehaus werde eine große Anzahl neuer Produkte vor allem für den Mittelstand auf den Markt bringen. Damit werde die Basis gelegt, um das eigene Absatzpotential bis Ende des Jahrzehnts auf 70 Milliarden Euro mehr als zu verdoppeln.

2006 sollen die Umsätze mit Softwarelizenzen um 15 bis 17 Prozent auf bis zu 3,25 Milliarden steigen und damit kräftiger als bisher erwartet. Im vergangenen Jahr hatten sie bereits um 18 Prozent zugelegt. Gleichzeitig will SAP die operative Rendite auf bis zu 29,3 von zuletzt 28,3 Prozent nach oben schrauben und damit der angepeilten Marke von 30 Prozent ein gutes Stück näher rücken.

Für 2006 rechnet SAP damit, die um die Kosten für Akquisitionen und Aktienoptionsprogramme bereinigte operative Marge um 0,5 bis einen Prozentpunkt zu steigern. 2005 war die Marge um 0,5 auf 28,3 Prozent gestiegen. Die Zahl der SAP-Mitarbeiter, die im vergangenen Jahr um mehr als 3500 auf 35.900 weltweit gestiegen war, soll sich 2006 erneut um 3500 erhöhen.

An der Börse zogen die im Dax notierten SAP-Aktien im frühen Handel deutlich an und setzten sich mit einem Kursplus von mehr als sieben Prozent auf 157,85 Euro an die Spitze der Gewinner im wichtigsten deutschen Aktienindex. JP Morgan-Analyst John Segrich lobte die Geschäftsaussichten. "Es ist fantastisch. Das ist ein sehr starker Ausblick."

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