SAP: Großangriff auf die US-Konkurrenz - DER SPIEGEL
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SAP Großangriff auf die US-Konkurrenz

Der Walldorfer Softwarekonzern SAP hat prächtig von den Streitereien der Rivalen Oracle und Peoplesoft profitiert. Nun soll Konkurrent Siebel attackiert werden.
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New York/Frankfurt am Main - Bescheidenheit und Unterstatement kann man den Managern von SAP derzeit nicht nachsagen. Nachdem die Software-Umsätze in Nordamerika im vergangenen Jahr um 25 Prozent gewachsen seien, werde das Wachstum auch in diesem Jahr zweistellig bleiben, sagt beispielsweise Amerika-Chef Bill McDermott.

2003 hatte das Unternehmen seinen Marktanteil in den Vereinigten Staaten auf 37 Prozent von 26 Prozent ausgebaut und dabei von den Unsicherheiten bei Oracle und PeopleSoft profitiert, nachdem Oracle bei dem Versuch einer feindlichen Übernahme gescheitert war. "In den nächsten Jahren werden wir näher und näher an die 50-Prozent-Marke rücken", gibt sich McDermott siegesgewiss. Weltweit hat SAP mit seiner Firmensoftware einen Marktanteil von 59 Prozent.

SAP-Chef Henning Kagermann schlägt bei der Software zum Management von Kundenbeziehungen (Customer Relationship Management, kurz CRM) noch aggressivere Töne an: "Wir wollen so groß werden wie die nächsten vier Mitbewerber zusammen", sagte er der "Financial Times Deutschland" (FTD). Dieses Ziel will er in den nächsten zwei Jahren erreichen. Derzeit hat SAP im CRM-Segment einen Marktanteil von etwas über 40 Prozent, nach Kagermanns Aussagen ist dem Bericht zufolge ein Anteil von über 50 Prozent angestrebt.