SAP Schwacher Dollar bremst das Geschäft
Walldorf - Der bereinigte operative Gewinn verbesserte sich im ersten Quartal um neun Prozent auf 332 Millionen Euro, teilte SAP am Donnerstag vor Handelsbeginn mit. Dabei bremste der schwache Dollar die Gewinnentwicklung: Ohne Währungseffekte hätte das Plus sogar 18 Prozent betragen. Analysten hatten mit einem etwas höheren operativen Gewinn gerechnet.
"Wir sind mit dem Start in das Jahr zufrieden, unsere Zahlen bestätigen unsere Erwartungen für das Jahr", sagte Vorstandschef Henning Kagermann. Der Nettogewinn lag mit 229 Millionen Euro 23 Prozent höher als ein Jahr zuvor.
Der Konzernumsatz traf mit 1,6 Milliarden Euro die Erwartungen. Der Umsatz mit Softwarelizenzen stieg erstmals seit zehn Quartalen wieder um fünf Prozent auf 370 Millionen Euro.
Enttäuschende Zahlen für Europa
Umsatzwachstum ist das wichtigste Ziel von SAP im laufenden Jahr. Der Lizenzumsatz soll um etwa zehn Prozent zulegen, die operative Marge um einen Prozentpunkt auf 28 Prozent steigen. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie soll auf 4,20 bis 4,30 Euro steigen.
Vor allem in den USA sei das Geschäft im ersten Quartal gut gelaufen, teilte SAP weiter mit. Dort habe der Umsatz mit neuen Softwarelizenzen um 45 Prozent auf 127 Millionen Euro zugelegt, in Dollar gerechnet waren es sogar 65 Prozent. Die USA sind für SAP der zweitwichtigste Markt.
Auf dem größten Einzelmarkt Europa ging das Lizenzgeschäft im ersten Quartal dagegen nochmals um vier Prozent auf 197 Millionen Euro zurück, in Deutschland allein um ein Prozent. Der weltweite Marktanteil im Vergleich zu den vier größten Konkurrenten sei damit binnen Jahresfrist auf 54 von 51 Prozent gestiegen.