SAP Schwacher Dollar bremst Software-Erlöse
Stuttgart An den Jahresendspurt knüpft Vorstandschef Henning Kagermann große Erwartungen. Bei den Erlösen aus Software-Lizenzen und Software-Wartung werde 2007 voraussichtlich das obere Ende der Wachstumsspanne von 12 bis 14 Prozent erreicht, konkretisierte er heute seinen Ausblick. Damit würde SAP dieses Jahr im hart umkämpften Software-Markt schneller wachsen als 2006. Das vierte Quartal ist traditionell das umsatz- und ertragsstärkste in der Softwarebranche.
Im dritten Quartal legte der Verkauf von Software-Lizenzen um elf Prozent auf 715 Millionen Euro zu. Damit traf das Unternehmen aus Walldorf bei Heidelberg die Erwartungen der Finanzanalysten punktgenau. Der starke Euro bremste die Geschäfte, da SAP viele Geschäfte in Nordamerika tätigt. Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseffekte wären die Software-Erlöse um 15 Prozent gestiegen.
Der Überschuss kletterte in den Monaten Juli bis September um zehn Prozent auf 408 Millionen Euro zugelegt. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem etwas stärkeren Zuwachs beim Überschuss auf 411 Millionen Euro gerechnet. Die operative Marge sei im Jahresvergleich stabil bei 24,8 Prozent geblieben, da in das Mittelstandsgeschäft zusätzlich 35 Millionen Euro investiert wurden.
Im scharfen Wettbewerb mit dem US-Softwarekonzern Oracle sieht sich SAP weiterhin gut aufgestellt. Der eigene Anteil an dem auf knapp 36 Milliarden Dollar geschätzten Weltmarkt für Unternehmenssoftware sei binnen Jahresfrist zum Ende des jüngsten Vierteljahres um 3,5 Prozentpunkte auf 27 Prozent geklettert. "Das dritte Quartal ist ein weiteres starkes Quartal, in dem der Umsatz von SAP mit Software und softwarebezogenen Diensten in allen Regionen zweistellig gewachsen ist", sagte Kagermann.
mik/Reuters