SAP Schwacher Dollar drückt den Umsatz
Walldorf - Die beste Nachricht zuerst: SAP hat seinen Abstand zu den Konkurrenten weiter ausgebaut - nach eigenem Bekunden jedenfalls. Insgesamt, so die Walldorfer, sei ihr Marktanteil bei den Softwarelizenzen zum Ende des zweiten Quartals im Vergleich zum ersten Quartal 2003 um einen Prozentpunkt auf 55 Prozent gestiegen. Vor einem Jahr habe der weltweite Marktanteil noch bei 45 Prozent gelegen.
Im Gegensatz zum Vorjahr verzeichnete der Softwarekonzern aber auch wieder Gewinne. Unter dem Strich blieben 219 Millionen Euro übrig. Im zweiten Quartal 2002 hatten die Abschreibungen auf die US-Beteiligung CommerceOne die Bilanz mit 297 Millionen belastet und zu einem Gesamtverlust in Höhe von 232 Millionen Euro geführt. Pro Aktie errechnet sich somit ein Wert von 0,71 Euro - Analysten hatten weniger erwartet. Sie waren von lediglich 0,68 Euro ausgegangen.
Auch in Bezug auf das gesamte erste Halbjahr können sich die Zahlen wieder sehen lassen. Zusammengerechnet stehen 405 Millionen Euro in den Büchern nach einem Verlust von 167 Millionen Euro ein Jahr zuvor.
Einziger Negativpunkt in der Quartalsabrechnung ist die Entwicklung des Umsatzes. Der ging in den ersten sechs Monaten insgesamt um acht Prozent auf 3,2 Milliarden Euro zurück. Die Walldorfer führen den Rückgang der Erlöse im Wesentlichen auf einen Einbruch in der Region Amerika zurück. Dort fielen die Erlöse im zweiten Quartal um 15 Prozent auf 506 Millionen Euro und im Halbjahr um 17 Prozent auf 974 Millionen Euro, hieß es. Schuld daran sei aber der schwache Dollarkurs. Ohne Währungseffekte hätte sich ein Plus von zwei Prozent zum Vorjahr ergeben.