SAP SI: Die Börsenhoffnung hat jetzt einen Preis - DER SPIEGEL
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SAP SI Die Börsenhoffnung hat jetzt einen Preis

Einen Tag vor dem Debüt am Neuen Markt wurde der Emissionspreis der stark überzeichneten SAP-SI-Aktie bekannt gegeben. Privatanleger werden per Los bedacht.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - Der Ausgabepreis für die Aktien der SAP Systems Integration (SAP SI) wird bei 19 Euro liegen. Das teilte das Mutterhaus SAP am Dienstag in Frankfurt mit. Am Mittwoch sollen die Papiere erstmals am Neuen Markt gehandelt werden.

Nach Unternehmensangaben sei die Emission von SAP SI 56fach überzeichnet gewesen. Ohne die Zuteilungsreserve (Greenshoe) würden Aktien im Wert von 166 Millionen Euro ausgegeben. Zuteilungsreserve und Prioritätsverteilung miteingerechnet, werde sich der Anteil frei handelbarer Aktien (free float) auf 26,6 Prozent der Emission beziehen. Private Investoren sollen 30 Prozent der Aktien erhalten, 30,8 Prozent gehen an institutionelle Investoren in Deutschland und 39,2 Prozent an ausländische Investoren.

Die Zuteilung an Privatanleger erfolge per Losverfahren, teilte SAP mit. 70 Aktien gingen per Los an jeden 25sten, der bei einer der Konsortialbanken, darunter die HypoVereinsbank und die Commerzbank, gezeichnet habe.

Das an der Börse gewonnene Kapital will das Unternehmen in die schnelle Eroberung der internationalen Märkte investieren. Vorrangig soll das Engagement in den USA erweitert werden, sagte Vorstandsmitglied Ulrich Assmann. Der Fokus richte sich dabei auf die Medienbranche, in der SAP SI schon über gute Kontakte verfüge.

Bei der weiteren Internationalisierung denkt das Unternehmen unter anderem an die Gründung neuer Tochtergesellschaften, die dann die Geschäfte mit ortsansässigen Mitarbeitern führen. Darüber hinaus sei auch die Akquisition von kleineren und mittleren Firmen, die in das Profil von SAP SI hineinpassen, geplant.

Bis jetzt realisiert das Dresdner Unternehmen etwa zehn Prozent seines Umsatzes im Ausland. Dieser wird vor allem mit großen Kunden generiert. Dabei handele es sich um weltweit tätige Unternehmen, die die Leistungen sowie den Service auch über Deutschland hinaus nutzen. Den schnellen Aufbau des internationalen Geschäftes sieht Assmann als Teil der Wachstumsstrategie, die bis 2003 eine Umsatz- und Ertragssteigerung um jeweils ein Drittel vorsieht.