Medienbericht SAP will keine Dienstwagen von Tesla mehr
Tesla Model Y
Foto: Jae C. Hong / APTeslas werden offenbar in Zukunft bei dem IT-Konzern SAP nicht mehr als Dienstwagen eingesetzt. Nach Informationen des »Handelsblatts« streicht SAP den Elektroautohersteller von seiner Liste der Lieferanten.
Auch wenn Tesla nach wie vor sehr erfolgreich ist und das Model Y des Herstellers im Jahr 2023 den Toyota Corolla als weltweit meistverkauftes Auto verdrängt hat: Solche Entscheidungen können durchaus schmerzhaft sein. Nach Angaben der Zeitung hat SAP insgesamt 29.000 Fahrzeuge in seiner Flotte.
Trend weg von Tesla?
Vor allem könnte sich damit ein Trend verstärken. Kürzlich kündigten die Autovermieter Hertz und Sixt an, den Anteil an Elektrofahrzeugen in ihren großen Fuhrparks stark zu reduzieren. Dabei spielte, mehr oder weniger offen, Tesla als größter E-Autobauer eine besondere Rolle.
Hertz verwies unter anderem darauf, dass wiederholte Preissenkungen von Tesla auch den Wiederverkaufswert von Flottenfahrzeugen gesenkt hätten. Der ist auch bei der Kostenkalkulation von Dienstwagen entscheidend, die nur wenige Jahre von dem jeweiligen Unternehmen eingesetzt und dann als Gebrauchtwagen verkauft werden. Zum anderen seien Schadensreparaturen bei Elektroautos in etwa doppelt so teuer wie bei Verbrennern, hieß es damals.
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Im Dezember hatte das manager magazin gemeldet, dass Sixt vorerst keine weiteren Tesla-Modelle mehr anschaffen wolle. Auch den Bestand an Tesla-Modellen in der Mietwagen- und Aboflotte baue man ab. Sixt kritisierte neben zahlreichen anderen Kritikpunkten, die alle Elektromodelle betreffen, dass bei einigen Herstellern die Restwerte »besonders deutlich« gefallen seien, schuld seien Rabattaktionen. Tesla hatte rückläufige Verkaufszahlen in den vergangenen Monaten mit teils deutlichen Rabatten beantwortet.
Laut »Handelsblatt« beklagt Steffen Krautwasser, der Flottenchef bei SAP, unpünktliche Lieferungen von Tesla. Und dann wieder: »Die Listenpreise schwanken bei Tesla stärker als bei anderen Herstellern, das erschwert die Planung und ist ein höheres Risiko für uns.«