SARS-Angst: Chinesische Banken wollen Geld waschen - DER SPIEGEL
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SARS-Angst Chinesische Banken wollen Geld waschen

Die lebensgefährliche Lungenseuche SARS könnte auch über Geldscheine zu neuen Opfern wandern. Chinesische Banken wollen mit groß angelegten Desinfektions-Aktionen auf diese Sorge reagieren, ihnen fehlt es aber an Ausrüstung.
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Peking - Einen Kreislauf konnte die Furcht vor SARS bisher nicht stoppen. In Peking, wo kaum noch ein Mensch ohne Mundschutz aus dem Haus geht, wandern Geldscheine immer noch durch dutzende Hände - ein Risiko. Experten gehen davon aus, dass die Lungenkrankheit durch Kontakt mit Gegenständen, die zuvor von infizierten Menschen berührt wurden, übertragen werden kann.

Auf diese Ansteckungsgefahr haben chinesische Banken nun reagiert. Die größte von ihnen, die Industrie- und Handelsbank, hält bereits sämtliche Banknoten 24 Stunden lang zurück, bevor sie wieder ausgegeben werden. In dieser Zeit würden mögliche SARS-Erreger absterben, sagte der Direktor einer Niederlassung.

Auch die City Commercial Bank of China hält die Geldscheine für einen Tag in Quarantäne. Außerdem werden die Scheine mit ultraviolettem Licht bestrahlt, um mögliche Krankheitserreger abzutöten. Die Reinigung mit Desinfektionsmitteln ist ebenfalls schon geplant, derzeit fehlt aber teilweise noch die erforderliche Ausrüstung.

Nach letzten Angaben sind in der Volksrepublik insgesamt bereits 3106 Menschen an SARS erkrankt. Allein in Peking sollen 59 Personen an der Lungenkrankheit gestorben sein.