Sattes Ergebnis Oracle verdoppelt Gewinn
New York - Der US-Softwarehersteller Oracle hat mit seinen Zahlen des ersten Quartals, das am 31. August endete, die Erwartungen der Analysten bei weitem übertroffen. Am gewinnträchtigsten waren das Flaggschiff Datenbanksoftware und die interne Kostenkontrolle.
Inklusive des Einmalgewinns von 103 Millionen Dollar aus dem Verkauf der japanischen Tochter meldete Oracle einen Gewinn von 500 Millionen Dollar (0,17 Dollar je Aktie). Im ersten Quartal des Vorjahres waren es noch 237 Millionen Dollar gewesen (0,08 Dollar je Aktie). Die Lizenzumsätze für die Datenbanksoftware stiegen um 32 Prozent.
Zuletzt waren die Oracle-Aktien auf Grund bereits hoher Erwartungen stark gestiegen, jetzt ist der Gewinn noch höher als erwartet. Bereits seit einigen Tagen wird spekuliert, dass Oracle-Chef Larry Ellison damit das Duell mit Microsoft-Gründer Bill Gates um den Titel des reichsten Mannes der Welt endgültig für sich entscheiden kann. Ellison hält einen Großteil der Oracle-Aktien.
Analysten waren von den Zahlen beeindruckt. "Sieht nach einem überaus starken Quartal aus", sagte Chuck Phillips, Analyst bei Morgan Stanley Dean Witter. "Oracle macht wirklich gute Geschäfte im Zeitalter des E-Business, anders als viele Konkurrenten."
Nach der Bekanntgabe der Ergebnisse prognostizierte Oracle-Finanzchef Jeffrey Henley in einer Telefonkonferenz für das laufende Quartal ebenfalls sehr gute Zahlen. "Das zweite Quartal wird extrem robust", sagte Henley. Er sei sehr einverstanden mit dem Analystenkonsens von 0,19 Dollar je Aktie für das zweite Jahresviertel.
"Ich glaube, wir haben einen sehr guten Start gehabt und es wird besser und besser laufen", sagte Henley.