Scania-Übernahme: VW beruhigt Schweden - DER SPIEGEL
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Scania-Übernahme VW beruhigt Schweden

Charme-Offensive in Schweden: Der Lastwagen-Hersteller Scania soll auch unter der Führung von Volkswagen eigenständig bleiben. Eine Zusammenlegung mit MAN sei nicht geplant, sagt VW-Chef Winterkorn.
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Hamburg - Die Marke Scania   bleibt erhalten: Volkswagen   will sie auch nach der Übernahme weiterführen, sagte VW-Chef Martin Winterkorn - und versuchte damit, Bedenken in Schweden zu zerstreuen. Der schwedische Lastwagenbauer sei ein "zusätzliches Juwel im Konzern. Wir stehen fest zu Scania und seiner Belegschaft." Derzeit sei nicht geplant, Scania mit dem Nutzfahrzeugkonzern MAN   zusammenzulegen, deutete Winterkorn an.

VW hatte gestern die Mehrheit an Scania übernommen. Volkswagen ist auch bei MAN Großaktionär. Eine Übernahme von Scania durch MAN war im vergangenen Jahr geplatzt.

Dem derzeitigen Chef von Scania, Leif Östling, hatte Winterkorn eine Vertragsverlängerung angeboten, meldet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" - ein deutliches Zeichen, um die Schweden zu beruhigen. Schwedische Medien hatten zuvor spekuliert, dass Östling das Unternehmen verlassen werde, um den Weg frei zu machen für eine Allianz mit MAN. Östlings bisheriger Vertrag läuft 2009 aus.

Ganz aus der Welt sind die Spekulationen jedoch nicht. Auf die Frage eines Journalisten, ob MAN die zehnte Marke im Konzern werde, antwortete der VW-Aufsichtsratsvorsitzende Ferdinand Piëch nebulös: "Bin ich Hellseher?"

VW hatte für die Mehrheit der Stimmrechte an Scania 2,9 Milliarden Euro gezahlt. Die Übernahme zeige, welche Bedeutung VW dem Lastwagengeschäft beimesse, sagte Winterkorn weiter. Volkswagen bediene nun vom Kleinwagen bis zum 40-Tonner das gesamte Spektrum.

VW soll bald selbst von Porsche   übernommen werden. Der Prosche-Aufsichtsrat hatte gestern grünes Licht für die Aufstockung der VW-Anteile gegeben.

cvk/dpa

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