Schadenersatz DaimlerChrysler hofft auf eine halbe Milliarde von Mitsubishi
Ein Sprecher bestätigte lediglich die Gespräche über Schadensersatzzahlungen. Über deren mögliche Höhe gab er keine Auskunft.
Der im Januar 2003 von Mitsubishi Motors abgetrennte Nutzfahrzeughersteller Fuso hatte nach dem Rückruf von 525.000 Fahrzeugen mit erheblichen Problemen zu kämpfen und belastete DaimlerChrysler bislang mit 470 Millionen Euro. Die Stuttgarter hatten im März des vergangenen Jahres 65 Prozent an Fuso für 140 Milliarden Yen gekauft. Die Probleme bei Fuso waren zum Zeitpunkt des Kaufs nicht bekannt.
Mitsubishi Motors hält derzeit noch 20 Prozent an Fuso. Durch die Entschädigungszahlung in Aktien könnte der DaimlerChrysler-Anteil an dem japanischen Nutzfahrzeughersteller nach Darstellung der Zeitung von 65 auf 85 Prozent steigen. Knapp 10 Prozent der Fuso-Anteile liegen bei anderen Unternehmen des Mitsubishi-Konglomerats. 5,1 Prozent sind im Eigentum anderer Unternehmen.
DaimlerChrysler kündigte Mitte 2004 an, Schadenersatzansprüche gegenüber Mitsubishi Motors, an der DaimlerChrysler ebenfalls beteiligt ist, zu prüfen. Der Anteil betrug zuletzt noch 18 Prozent und wird durch eine am Freitag angekündigten Kapitalerhöhung bei Mitsubishi Motors, an der DaimlerChrysler nicht teilnimmt, weiter sinken.