Schieflage: Springer & Jacoby steht zum Verkauf - DER SPIEGEL
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Schieflage Springer & Jacoby steht zum Verkauf

Die Hamburger Werbeagentur Springer & Jacoby steht vor der Übernahme. Der Mehrheitseigner Interpublic aus New York will nach Informationen des "manager magazins" seine Anteile an der Firma verkaufen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlin/Hamburg - Dafür verhandle der Konzern mit drei Interessenten, darunter auch die Werbeagentur Scholz & Friends. Am kommenden Montag erwartet Interpublic die Angebote. Springer & Jacoby gehört zu den erfolgreichsten Werbeschmieden des Landes, war aber in den letzten Jahren in eine wirtschaftliche Krise gerutscht.

Hintergrund sind Querelen um ein seit Monaten laufendes Effizienzprogramm bei Springer & Jacoby. Vor wenigen Wochen noch hatte die Geschäftsführung des Hamburger Unternehmens vor Überkapazitäten gewarnt und ein Sanierungsprogramm angekündigt. Die Straffung der internen Strukturen, ein neues Tarifsystem und der Verzicht auf Kreativwettbewerbe wurden allerdings heftig kritisiert. Es hieß, Springer & Jacoby solle zur Billigagentur umgebaut werden.

Das Sanierungsprogramm verunsicherte auch die Kundschaft. Wichtige Partner wie der Axel Springer Verlag und der Bierbrauer Veltins kündigten die Verträge. "Um ihre Fristen zu wahren", wie es in Agenturkreisen hieß. Selbst Mercedes hatte vor kurzem erklärt, die Geschäftsbeziehung auf den Prüfstand stellen zu wollen.