Schlappe Quartalszahlen: Bestellungen bei Siemens brechen ein - DER SPIEGEL
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Schlappe Quartalszahlen Bestellungen bei Siemens brechen ein

Die Wirtschaftskrise hat Siemens im dritten Geschäftsquartal stärker mitgenommen als befürchtet: Der Gewinn ging um gut ein Fünftel zurück, der Auftragseingang sackte um 28 Prozent ab. Besonders betroffen ist das Industriesegment. An seiner Prognose hält das Management dennoch fest.
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München - Harter Rückschlag für Siemens  : Der operative Gewinn fiel verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um gut ein Fünftel auf 1,67 Milliarden Euro. Auch der Umsatz ging auf 18,35 Milliarden Euro zurück - und damit um rund vier Prozent. Noch härter traf es den Konzern bei den Auftragseingängen. Diese sackten um 28 Prozent auf 17,16 Milliarden Euro ab, wie Siemens am Donnerstag mitteilte.

Damit schnitt der Konzern noch deutlich schlechter ab als von vielen Experten erwartet. Bei den Auftragseingängen hatten Beobachter mit einen um gut zehn Prozentpunkte geringeren Einbruch gerechnet.

Siemens-Chef Peter Löscher gab sich dennoch zuversichtlich: "Erwartungsgemäß hat das wirtschaftliche Umfeld deutliche Spuren im Neugeschäft hinterlassen", sagte Konzern-Chef Peter Löscher. "Darauf hatten wir uns sehr früh eingestellt. Auch die vor uns liegenden Herausforderungen werden wir überlegt angehen."

Besonders schwer wird weiterhin das Industriesegment von Siemens getroffen. Das Ergebnis des Sektors sank im dritten Quartal um mehr als die Hälfte auf 534 Millionen Euro. Das Geschäftsfeld leide unter Produktionskürzungen bei den Kunden, hieß es. Die Summe der Neuaufträge fiel - auch bedingt durch einen Großauftrag der Zugsparte im Vergleichsquartal des Vorjahres um 42 Prozent.

Die Energiesparte hingegen profitierte noch vom hohen Auftragsbestand der Vormonate. Das Ergebnis stieg um 40 Prozent auf 863 Millionen Euro. Dennoch werden auch dort die Auftragsbücher dünner.

Die Medizintechnik litt unter Problemen in der Partikeltherapie, die das Ergebnis um 17 Prozent auf 270 Millionen Euro schmälerten.

Für das laufende Geschäftsjahr 2008/09 hält Siemens allerdings an seiner Prognose fest. In den drei Kerngeschäftsfeldern Industrie, Energie und Medizintechnik werde ein operativer Gewinn von mindestens 6,6 Milliarden Euro erwartet, hieß es.

Unter dem Strich profitierte Siemens im abgelaufenen Quartal von zwei Sondereffekten: Aus dem Verkauf seines Anteils an dem Computerbauer Fujitsu Siemens Computers und der Wohnimmobilien verbuchte der Konzern einen zusätzlichen Gewinn von insgesamt 530 Millionen Euro.

yes/Reuters/dpa

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