Schlechtes Umfeld: Bahn verschiebt Investoren-Einstieg - DER SPIEGEL
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Schlechtes Umfeld Bahn verschiebt Investoren-Einstieg

Die Bahn kommt bei der Privatisierung nur schleppend voran. Den erhofften Einstieg eines Investors muss der Schienenkonzern laut einem Pressebericht verschieben. Frühestens 2010 kommt das Thema demnach wieder auf die Agenda.
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München - Bahnchef Hartmut Mehdorn braucht viel Geduld. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, muss er den Einstieg eines Privatinvestors bei dem Staatskonzern verschieben. Vor 2010 sei ein solcher Schritt nicht mehr möglich, erklärten Konzernkreise der "SZ". Die Bahn äußerte sich offiziell nicht dazu.

Bahn-Gleise: Investorensuche stockt

Bahn-Gleise: Investorensuche stockt

Foto: DPA

Wegen der Wirtschaftskrise muss der Vorstand nach Angaben der Konzernkreise und dem Umfeld des Aufsichtsrats einen völlig neuen Finanzplan für den Zeitraum 2009 bis 2013 erarbeiten. Der Plan soll im Frühjahr des nächsten Jahres vorliegen. Das Kontrollgremium werde sich dann wohl erst im Mai 2009 mit den überarbeiteten Zahlen befassen.

Mehdorn hatte Mitte November von der Bundesregierung Rückendeckung erhalten, nach privaten Investoren zu suchen. So hätte der Teilverkauf möglicherweise auch ohne Börsengang zustande kommen können. Mehdorn hatte bereits zahlreiche Gespräche mit potentiellen Geldgebern in Russland, China und dem arabischen Raum geführt und mehrfach erklärt, es gebe dort großes Interesse an einem Einstieg bei der Bahn.

Den Börsengang hatte die Regierung Anfang November angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten verschoben. Ursprünglich sollte die Bahn noch in diesem Jahr an den Aktienmarkt kommen. Dabei sollten 24,9 Prozent der Personen- und Güterverkehrssparte vor allem an Investoren verkauft werden.

suc/ddp/Reuters