Schleppende Ermittlungen - DER SPIEGEL
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DREILÄNDERFONDS Schleppende Ermittlungen

• aus DER SPIEGEL 9/2002
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Gerhart Baum, ehemaliger Bundesinnenminister der FDP, hat sich in einem Brief an seinen Parteifreund, den baden-württembergischen Justizminister Ulrich Goll, über die schleppenden Ermittlungen der Stuttgarter Staatsanwaltschaft gegen Walter Fink beschwert. Dem Fondsinitiator Fink wird vorgeworfen, dass er bei einem seiner Immobilienfonds zu hohe Gebühren von 67 Millionen Mark abgerechnet hat. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft hatte daraufhin im September 2001 Unterlagen beschlagnahmt, ist aber nun offenbar mit deren Auswertung überfordert. »Der Anfangsverdacht dürfte sich nach meinen Erkenntnissen bestätigt und verstärkt haben«, schreibt Baum, der als Anwalt zahlreicher geschädigter Anleger auftritt, an den Stuttgarter Justizminister. Da Verjährung drohe, müssten »die Ermittlungen nunmehr ohne Verzug« fortgeführt werden und sollten auf alle Fonds ausgedehnt werden. Fink selbst weist alle Vorwürfe von sich. Er hatte für seine Dreiländerfonds bei etwa 70 000 Anlegern mehrere Milliarden Euro eingesammelt und konnte beim Fonds 94/17 sein Renditeversprechen nicht mehr einhalten. Unter Führung von Baum haben sich nun elf Anwälte zusammengeschlossen, um die Schadensersatzklagen zu koordinieren. Als Anlaufstelle für Geschädigte dient der Bund der Kapitalanleger aus Ottweiler.

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