Schleppende Konjunktur Export rettet das Wachstum
Berlin - Nach Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin nahm das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorquartal um 0,5 Prozent zu. Gegenüber dem zweiten Quartal 2003 habe das Wachstum 1,9 Prozent betragen.
Alleinige Stütze des Wachstums war den Experten zufolge die gestiegene Nachfrage aus dem Ausland. Dies geht auch aus den Daten des Statistischen Bundesamtes hervor, die heute veröffentlicht wurden. Im Juni 2004 wurden demnach Waren im Wert von 63,0 Milliarden Euro exportiert, 16,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im Mai hatte das Plus noch bei 11,8 Prozent gelegen.
Besorgnis erregend nannte das DIW die anhaltend schwache Inlandsnachfrage. Insbesondere der private Konsum, der knapp 60 Prozent der Gesamtwirtschaft ausmache, stagniere weiter. Dafür seien auch die schwachen Lohnzuwächse verantwortlich. Auch bei den Bauinvestitionen gebe es keinen Zuwachs. Daran wird sich voraussichtlich auch so schnell nichts ändern.
Wie die Juni-Umfrage des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes ergab, schätzen die Baufirmen die Geschäftslage angesichts einer weiterhin nicht anziehenden Nachfrage bundesweit als "überwiegend unbefriedigend" ein. Angesichts der verbesserten Absatzperspektiven im Ausland erwarten die Wirtschaftsforscher des DIW allerdings einen positiven Trend bei den Ausrüstungsinvestitionen.
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Für das dritte Quartal rechnet das Forschungsinstitut mit einer etwas schwächeren Dynamik. Gegenüber dem Vorquartal dürfte nach ersten vorläufigen Schätzungen das Wachstum der Gesamtwirtschaft 0,4 Prozent betragen, im Vergleich zum Vorjahresquartal soll die Wirtschaftsleistung um 1,6 Prozent zunehmen, so die Prognose.