Schleswig-Holstein: Spontaner Bahnstreik behindert Pendler - DER SPIEGEL
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Schleswig-Holstein Spontaner Bahnstreik behindert Pendler

Chaos bei der GDL: In Schleswig-Holstein haben Lokführer von privaten Regionalbahnen spontan die Arbeit niedergelegt. Die Lokführergewerkschaft habe kurzfristig zu der Aktion aufgerufen - so kurzfristig, dass es nicht mehr möglich war, Schüler und Pendler rechtzeitig zu warnen.
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Hamburg - Zunächst meldete die "Süddeutsche Zeitung" gestern Abend, GDL-Chef Manfred Schell habe angekündigt, es werde diese Woche überhaupt nicht gestreikt. Dann zog die Lokführergewerkschaft diese Aussage wieder zurück - um heute doch noch zu spontanen Streiks aufzurufen: In Schleswig-Holstein geht es um die Tarifrunde 2007, bei der die regionalen Verkehrsunternehmen AKN sowie die AKN-Tochter SHB Schleswig-Holstein-Bahn 3,5 Prozent mehr Geld ohne Erhöhung der Wochenarbeitszeit fordern.

"Im Zusammenhang mit den aktuellen Tarifverhandlungen hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer ihre Mitgliedglieder heute (…) zu einem Streik von Betriebsbeginn bis 9 Uhr aufgerufen. Dieser Streik wurde der AKN vorher leider nicht angekündigt", heißt es auf der Internetseite des Eisenbahnunternehmens, das seinen Sitz im schleswig-holsteinischen Kaltenkirchen hat.

Der unangekündigte Lokführerstreik beeinträchtigt seit heute Morgen neben dem Verkehr der AKN auch den Betrieb der SHB. Auf diversen Verbindungen zwischen schleswig-holsteinischen Orten und Hamburg verkehren seltener oder gar keine Züge. AKN-Sprecher Jörg Minga sagte, manche Züge würden nur bis an die Stadtgrenze fahren, die Verbindung zum Hamburger Hauptbahnhof entfalle. Manche Linien seien durch Busse ersetzt worden. Der Streik trifft zu dieser Zeit vor allem Schüler und Pendler.

"Wir streiken seit Dienstbeginn um 3.30 Uhr", sagte der Vorsitzende der GDL-Ortsgruppe Kaltenkirchen, Jan Schlatermund. Der Streik sollte um 9 Uhr enden. Der Arbeitskampf werde auf dem Rücken der Pendler ausgetragen, sagte AKN-Sprecher Jörg Minga.

kaz/dpa

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