Schlumpf-Porsche: Smart-Roadster wird in Wales wiederbelebt - DER SPIEGEL
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Schlumpf-Porsche Smart-Roadster wird in Wales wiederbelebt

Die Pläne für ein Revival des Smart Roadsters, den DaimlerChrysler eingestellt hat, kommen voran: Ein britisches Konsortium hat den Standort für die künftige Produktion ausgewählt. Jetzt wird noch ein neuer Name gesucht.
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London – Der sportliche Zweisitzer soll ab 2007 unter dem neuen Namen in Süd-Wales wieder gebaut werden. Das "Project Kimber" genannte Konsortium um den britischen Geschäftsmann David James habe sich nach einer Prüfung von möglichen Standorten in England, in Sachsen und in Thüringen für diesen Fertigungsplatz entschieden, teilte die Investment-Agentur International Business Wales mit. Etwa 8000 Kleinwagen sollten dort im Jahr gebaut werden.

Das Konsortium habe Wales vor allem wegen der Zulieferstruktur, des erhofften britischen Charakters des Fahrzeugs, der gut ausgebildeten potenziellen Mitarbeiter und staatlicher Unterstützung ausgewählt.

James hatte im Februar eine Absichtserklärung unterzeichnet, die Lizenzrechte am Bau und Vertrieb des Smart Roadster und des Roadster Coupe zu erwerben. Auch Produktionseinrichtungen wie Werkzeuge oder Bänder will er übernehmen. Bis zu dem für Mitte 2007 angepeilten Produktionsstart hat er aber einige Hürden zu überwinden: Der Agentur zufolge ist er noch auf der Suche nach einer ausreichenden Zahl von Investoren. Die Absichtserklärung müsse zudem noch durch einen festen Vertrag mit DaimlerChrysler ersetzt werden.

Daimler hatte Anfang 2005 die Produktion des im lothringischen Hambach überwiegend in Handarbeit montierten Roadsters eingestellt, um Smart endlich in die Gewinnzone zu führen. Mittlerweile wurde auch die Produktion des viertürigen Smart-Modells gestoppt. Project Kimber hatte sich vergeblich um die Übernahme der traditionsreichen britischen Automarke MG Rover bemüht, die nach der Pleite des letzten englischen Autobauers stattdessen an den chinesischen Hersteller Nanjing Automotive ging.

Firma Smart wird aufgelöst

DaimlerChrysler hat unterdessen bekannt gegeben, dass im Zuge der Restrukturierung von Smart die Firma Smart GmbH aufgelöst werden soll. Sie werde wieder voll in die Mercedes Car Group (MCG) integriert, wie Smart-Chef Ulrich Walker in den "Stuttgarter Nachrichten" ankündigte: "Die Smart GmbH wird es zum Jahresende nicht mehr geben." Mit der Zusammenlegung sollen vor allem die Kostenstrukturen der chronisch defizitären Tochterfirma verbessert werden. Aufgelöst werde auch die bisherige Geschäftsführung von Smart. Ulrich Walker wird als Mitglied des MCG-Bereichsvorstands allerdings weiterhin die Marke führen. Auch die Smart-Bereiche Marketing und Entwicklung werden bei der MCG angedockt, jedoch von einer Person separat geführt.

Das Aus für die GmbH habe zunächst keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Smart-Beschäftigten. Auch der Standort Böblingen mit der Markenentwicklung bleibe erhalten. Walker zufolge arbeiten dort nach der Umsiedlung verschiedener Bereiche wieder rund 1300 Menschen - annähernd so viele wie in Spitzenzeiten.

Walker bekräftigte das Ziel, mit der Marke 2007 einen Gewinn einzufahren: "Wir werden im nächsten Jahr schwarze Zahlen schreiben." Gute Chancen räumte er dem Zweisitzer auch in den USA ein, wo die Neuauflage des Fortwo 2008 an den Start gehen wird. Spritpreise und Parkplätze seien auch für viele Amerikaner zunehmend ein Thema, sagte der Smart-Chef. Neue Modelle seien derzeit nicht geplant, auch wenn es genügend Ideen gebe. "Wir wollen zuerst unsere Profitabilität unter Beweis stellen", sagte Walker.

itz/Reuters/ddp

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