Schmiergeldaffäre Drei Bahn-Mitarbeiter verhaftet
Magdeburg - Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Halle und des Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt sollen die Schmiergelder für Bauaufträge rund um den Eisenbahnknoten Gröbers geflossen sein. Neben dem Hauptverdächtigen wurden zwei Bahnbedienstete des Projektzentrums Leipzig festgenommen, gegen die bereits unternehmensintern ermittelt wurde.
Ob Haftbefehl gegen die drei Bahnmitarbeiter erlassen werde, stehe noch nicht fest, sagte der Leiter der Wirtschafts- und Korruptionsabteilung der Staatsanwaltschaft Halle, Folker Bittmann. Die Ermittlungen sind nach dessen Angaben bereits seit April vergangenen Jahres in Gang. Die Deutsche Bahn hatte damals in dieser Sache Strafanzeige erstattet. Ermittelt werde auch gegen Unternehmen, von denen die Schmiergelder geflossen sein sollen, hieß es.
Bahnchef Hartmut Mehdorn forderte, derartige Fälle schnell und lückenlos aufzuklären. Sollten sich die Korruptionsvorwürfe als richtig erweisen, wolle die Bahn auch zivilrechtlich mit aller Konsequenz gegen beteiligte Mitarbeiter vorgehen. "Solche Leute, die auch das Image unseres Unternehmens schwer schädigen, haben keine Nachsicht zu erwarten und bei der Bahn nichts zu suchen", sagte er.