Schmiergeldaffäre: Siemens-Vorstand Feldmayer wieder frei - DER SPIEGEL
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Schmiergeldaffäre Siemens-Vorstand Feldmayer wieder frei

Der Siemens-Vorstand Feldmayer ist heute aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die Nürnberger Staatsanwaltschaft wirft ihm Untreue vor, weil er einem Ex-Betriebsrat Millionen aus der Siemens-Kasse zugeschanzt haben soll.
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München - Siemens-Zentralvorstand Johannes Feldmayer ist wieder auf freiem Fuß. Der in der Affäre um angeblich verdeckte Millionenzahlungen an die Gewerkschaft AUB verhaftete Manager ist heute aus der Untersuchungshaft in Bamberg entlassen worden.

"Der Haftbefehl wurde unter Auflagen außer Vollzug gesetzt", erklärte ein Siemens-Sprecher. Ob und wann Feldmayer seine Arbeit bei Siemens   wieder aufnehmen werde, wollte er nicht sagen. Derzeit ist der Manager beurlaubt.

Ein Sprecher des Amtsgerichts Nürnberg bestätigte die Angaben des Siemens-Sprechers. Unter anderem sei Feldmayer die Auflage erteilt worden, eine Sicherheit zu leisten; dies sei geschehen.

Das Amtsgericht sei einem Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth nachgekommen, den Haftbefehl außer Vollzug zu setzen. Ein außer Vollzug gesetzter Haftbefehl bestehe gleichwohl fort, teilte das Amtsgericht weiter mit. Dies setze voraus, dass ein dringender Tatverdacht auch weiterhin gegeben sei. Eine geleistete Sicherheit verfalle, wenn sich der Beschuldigte dem Verfahren entziehe. Konkretere Angaben machte das Gericht nicht.

Feldmayer war vergangene Woche verhaftet worden. Siemens hatte bestätigt, dass der Zentralvorstand und Leiter des Siemens-Europageschäfts im Jahr 2001 einen Vertrag mit der Unternehmensberatungsfirma von Wilhelm Schelsky unterschrieben hatte; Schelsky ist der ehemalige Vorsitzende der AUB. Die Firma von Schelsky soll ohne Gegenleistung insgesamt mehr als 15 Millionen Euro von Siemens kassiert haben.

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wirft Feldmayer und weiteren Siemens-Mitarbeitern deshalb Untreue vor. Einem Bericht von "Focus online" zufolge soll Feldmayer mehrfach und detailliert zu den Vorwürfen ausgesagt haben.

kaz/AP/Reuters/dpa-AFX