Schmiergelder Bahn deckt 430 Korruptionsfälle auf
Berlin - In dem heute in Berlin vorgestellten "Korruptionsbericht 2005 " der Deutschen Bahn heißt es, dass in 124 von insgesamt 430 Fällen Strafanzeige erstattet wurde. Zudem zog das Unternehmen in den meisten Fällen arbeitsrechtliche Konsequenzen. In Strafprozessen wurden einige ehemalige Mitarbeiter zum Teil zu hohen Haftstrafen verurteilt.
Keine Angaben macht die Bahn zur Hohe des entstandenen Schadens, der sich dem Unternehmen zufolge kaum beziffern lassen, sowie zur Zahl der von Schmiergeldzahlungen betroffenen Aufträge. Dem Auftraggeber, heißt es, entstehe ein Mindestschaden in Höhe von fünf bis 15 Prozent.
Die Korruptionsbekämpfung der Bahn richtet sich nicht nur gegen die eigenen Mitarbeiter, die sich für die Vergabe von Aufträgen an Fremdfirmen von diesen belohnen lassen, sondern auch gegen die externen Firmen selbst. Seit 2003 gilt eine Vergabesperre für Unternehmen, die als korrupt aufgefallen sind.
kaz/ddp