Schmiergeldvorwurf: Ermittlungen gegen Mitarbeiter der VW-Bank - DER SPIEGEL
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Schmiergeldvorwurf Ermittlungen gegen Mitarbeiter der VW-Bank

Billigwagen gegen Bares: Mitarbeiter der VW-Bank sollen über Jahre hinweg frühere Leasing-Wagen an Gebrauchtwagenhändler zu günstig verkauft haben - im Gegenzug sollen Schmiergelder geflossen sein.
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Braunschweig - Wie viel Geld insgesamt geflossen ist, ist noch unklar: "Es könnte sich um eine sechsstellige Summe handeln - das ist aber zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation", sagte die Braunschweiger Staatsanwältin Jutta Schlecht zu SPIEGEL ONLINE. Am Donnerstag durchsuchte die Polizei Büros im Gebrauchtwagencenter der VW-Sparte Financial Services und stellte umfangreiches Aktenmaterial sicher. Zunächst müssten diese Materialien ausgewertet werden, sagte Schlecht.

Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Sechs Mitarbeiter der VW-Bank sollen junge Gebrauchtwagen, sogenannte Leasing-Rückläufer, deutlich unter Marktwert an Autohäuser der Region weiterverkauft haben. Die Fahrzeuge seien dann anschließend mit hohem Gewinn an Kunden verkauft worden. Die Mitarbeiter der Autohäuser sollen im Gegenzug Schmiergelder an die VW-Bank-Mitarbeiter gezahlt haben.

Die Ermittlungen wurden ausgelöst durch eine Betriebsprüfung der Steuerfahndung in einem Autohaus. Seit Herbst vergangenen Jahres untersuchen die Beamten gemeinsam mit der internen Revision die Angelegenheit, wie ein Sprecher von Financial Services sagt. Die in den Skandal verwickelten Mitarbeiter seien inzwischen freigestellt. Einer sitzt in Untersuchungshaft.

ase/AP/dpa