Schrempp schießt Chrysler-Chef an - DER SPIEGEL
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KONZERNE Schrempp schießt Chrysler-Chef an

• aus DER SPIEGEL 46/2000
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Jim Holden, Chef der Marke Chrysler, gerät unter Druck. DaimlerChrysler-Boss Jürgen Schrempp kritisierte Holden auf einer Vorstandssitzung am 30. Oktober in New York massiv. Holden hatte ihn nicht vorab darüber informiert, dass Chrysler sieben Fabriken für eine Woche schließt, um nicht noch mehr Fahrzeuge auf Halde zu produzieren. Holden habe damit die Glaubwürdigkeit bei Investoren stark geschwächt. Denn als Schrempp am 26. Oktober die Ergebnisse des dritten Quartals mit einem Verlust bei Chrysler von 1,1 Milliarden Mark vorgelegt hatte, war von den Fabrikschließungen keine Rede. Die gab Holden einen Tag später bekannt. Mehrere Analysten beschwerten sich über die chaotische Informationspolitik. Schrempp war, so ein Vertrauter, »mehr als sauer«. In einem vertraulichen Memo informierte Holden seine Führungskräfte einen Tag nach der Sitzung, »der Vorstand war sehr unzufrieden« wegen der Fabrikschließungen: »Eine weitere negative Überraschung würde meine verbliebene Glaubwürdigkeit im Vorstand komplett untergraben. Und letztlich träfe dies auch die Glaubwürdigkeit der Chrysler-Gruppe.«

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