Schufa-Studie Telefonieren macht pleite
Wiesbaden - Wie aus ersten Einzelergebnissen des Schuldenkompass 2003 hervor geht, der am Montag von der Schufa in Wiesbaden veröffentlicht wurde, entfielen im vergangenen Jahr 39 Prozent aller unbezahlten Rechnungen auf die Telekommunikationsbranche. 1999 lag der Anteil noch bei 17 Prozent.
Die Schufa führt diese Entwicklung auf den Anstieg der Handy-Nutzer um bundesweit 23 Millionen auf 60 Millionen Menschen bis zum Jahr 2001 zurück. Mit unbezahlten Rechnungen würden sich vor allem 20- bis 24-jährige Männer und Frauen herumplagen. Die Schufa widersprach jedoch Befürchtungen, die deutschen Privathaushalte stünden insgesamt vor dem Finanzkollaps. Eine allgemeine Überschuldung sei nicht in Sicht.
Wie eine ergänzende Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung im Auftrag der Schufa ergab, sinkt die Bereitschaft zur Verschuldung mit einem steigenden Bildungsgrad. Insgesamt lasse sich zudem beobachten, dass die Bereitschaft zum Schuldenmachen unter denjenigen Mitbürgern gering sei, die über ein überdurchschnittliches finanzielles Wissen verfügten. Die GfK befragte für die Studie rund 2.000 repräsentativ ausgewählte Bürger.