Schwarzarbeit: Konjunktur in der Schattenwirtschaft - DER SPIEGEL
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Schwarzarbeit Konjunktur in der Schattenwirtschaft

Experten rechnen für das laufende Jahr mit einem Rekordanstieg bei der Schwarzarbeit. Dem Fiskus entgehen vermutlich rund 350 Milliarden Euro.
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Tübingen/ Linz - Wirtschaftsexperten gehen davon aus, dass der Bereich der Schattenwirtschaft von 2001 auf 2002 um rund 3,5 Prozent zulegen wird. Damit werde dieser Bereich wahrscheinlich erneut drei- bis viermal so stark wachsen wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), heißt es in den Prognosen des Tübinger Institutes für angewandte Wirtschaftsforschung und des Linzer Wirtschaftswissenschaftlers Friedrich Schneider.

Nach Ansicht der Experten wird der Anteil der Schwarzarbeit im laufenden Jahr rund 16,5 Prozent betragen und damit ein neues Rekordhoch erreichen. Im vergangenen Jahr waren es 16 Prozent. Insgesamt werden vermutlich rund 350 Milliarden Euro am Fiskus vorbei verdient werden.

Ähnliche Entwicklungen erkennen die Forscher in den Nachbarländern Österreich und Schweiz. Die deutschsprachigen Länder lägen damit jedoch nicht im Trend der meisten OECD-Staaten. Dort stagniere die Schwarzarbeit seit Ende der neunziger Jahre oder gehe sogar leicht zurück.

Den Untersuchungen zufolge ist Schwarzarbeit in den Ländern Südeuropas weiterhin am stärksten verbreitet. Dort mache die inoffizielle Wirtschaft etwa 20 bis 30 Prozent des BIP aus. Allerdings verliere der Bereich dort - anders als in Deutschland - etwas an Bedeutung.