Schwarzer Durst
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DER SPIEGEL 27/1972
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Die geringen Zuwachsraten auf dem Biermarkt zwingen Westdeutschlands Braumeister mehr und mehr zur Expansion ins Ausland. So sieht beispielsweise Anton Ernstberger, Chef der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank, das Ziel einer künftigen Fusion zwischen der von ihm mit-kontrollierten Berliner Schultheiss-Brauerei und der Dortmunder Union-Brauerei in der Erschließung fremder Märkte. Bereits heute ist Schultheiss an der Braustätte Brasserie du Bénin in Togos Hauptstadt Lomé beteiligt. Vorteil des Auslands-Engegements: ein geringer Investitionsaufwand, da die Regierungen Schwarzafrikas Zuschüsse für den Bau von Brauhäusern zahlen. Freut sich Ernstberger: »Die Neger trinken dreimal mehr Bier als wir.«