Schweiz UMTS-Auktion geplatzt
Zürich - Die Auktion von vier Lizenzen für die dritte Mobilfunkgeneration (UMTS) ist in der Schweiz wenige Stunden vor dem geplanten Beginn geplatzt. Aus Kreisen der Behörden verlautete am Montagmorgen, die Versteigerung werde verschoben.
Die beiden Schweizer Telefonanbieter Sunrise und diAx, die sich getrennt zur Auktion angemeldet hatten, gaben gleichzeitig auf Anfrage bekannt, dass sie am Montagmittag eine gemeinsame Pressekonferenz in Zürich abhalten werden. Bereits seit Tagen war darüber spekuliert worden, dass sich Sunrise und diAx zusammenschließen könnten. Damit wäre das Feld der Bieter auf vier geschrumpft, und die Auktion wäre überflüssig geworden.
Die Deutsche Telekom hatte am Freitag den Verzicht auf die Teilnahme an der Schweizer UMTS-Auktion angemeldet. Noch am Freitag hatten die für die Auktion verantwortlichen Behörden der Eidgenössischen Kommunikationskommission und das Bundesamt für Kommunikation erklärt, dass in diesem Fall die vier Lizenzen zum Mindestpreis von 50 Millionen Franken verteilt würden.
Ursprünglich hatten die Behörden mit Einnahmen von sechs bis zehn Milliarden Franken für die UMTS-Lizenzen gerechnet. Neben Sunrise und diAx waren zuletzt noch Swisscom und Orange, die beiden führenden Unternehmen im Schweizer Mobilfunk, sowie die spanische Telefònica im Rennen gewesen.