Schweizer Banken Bill Clinton ausgeladen
New York/Basel - Grund ist anscheinend der Wirbel um die Begnadigung des Rohstoffhändlers Marc Rich. Wie das amerikanische "Wall Street Journal" berichtet, hat UBS Warburg als Konsequenz aus der Affäre den Plan fallen gelassen, Clinton vor einer Investorenkonferenz im kommenden April auftreten zu lassen.
Bei der UBS-Konkurrentin Morgan Stanley Dean Witter hatte ein Auftritt Clintons für Aufregung gesorgt. Die Anleger reagierten derart verärgert, dass sich der Konzernchef entschuldigte und die Einladung Clintons als klaren Fehler bezeichnete.
Für die UBS ist die Angelegenheit doppelt heikel, weil vergangene Woche bekannt geworden war, dass Konzernvorstandsmitglied Philippe de Weck sich in einem Schreiben auf UBS-Papier bei Clinton für die Begnadigung Richs eingesetzt hatte. Am Hauptsitz der UBS in Basel wollte man sich am Mittwoch nicht zu dem Zeitungsbericht über den Verzicht auf die Clinton-Rede äußern und verwies auf UBS Warburg in New York. Laut "Wall Street Journal" hält die UBS-Konkurrentin Credit Suisse First Boston demgegenüber an einem für den 27. Februar geplanten Auftritt Clintons fest.