Schweizer Krisenbank: Ex-Chef fordert Zerschlagung der UBS - DER SPIEGEL
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Schweizer Krisenbank Ex-Chef fordert Zerschlagung der UBS

Der UBS geht es an den Kragen: Nun fordert auch ihr früherer Präsident Luqman Arnold die Aufspaltung der Schweizer Großbank. Er vertritt eine britische Investorengruppe, die sich für gut eine halbe Milliarde Dollar bei dem Geldinstitut eingekauft hat.
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Zürich - "Man trifft sich immer zweimal im Leben", dachte sich wohl Luqman Arnold, als er den Brief am Donnerstagabend an die UBS   schickte. Darin fordert der ehemalige UBS-Präsident laut dem "Wall Street Journal" die Zerschlagung der größten Schweizer Bank. Der Brite musste nach einem Streit über Kompetenzen 2001 sein Amt aufgeben.

Arnold ist heute Direktoriumsvorsitzender von Olivant Advisers, die einen Anteil von 0,7 Prozent an UBS kontrolliert. Die Gruppe hat dafür 470 Millionen Dollar investiert.

Die britischen Investoren fordern von der UBS, ihren Bereich Investmentbanking von seinem Privatkundengeschäft trennen und anschließend zu verkaufen, um an frisches Kapital zu gelangen. Damit wächst der Druck auf die angeschlagene Bank, sich aufzuspalten. Seit Monaten kursieren diesbezüglich Gerüchte. Ein Sprecher der UBS sagte, dass der Brief noch nicht eingetroffen sei. Man werde ihn beantworten, wenn es so weit sei.

Im Zuge der Kreditmarktkrise ist UBS schwer angeschlagen: Die Schweizer Bank schrieb 19 Milliarden Dollar vor allem wegen Fehlspekulationen mit Ramschhypotheken ab und erlitt dadurch allein im ersten Quartal einen Verlust von etwa zwölf Milliarden Dollar. Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel trat Anfang der Woche zurück. UBS plant nun eine Kapitalerhöhung von 14,8 Milliarden Dollar.

mso/Reuters

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