SANOFI-AVENTIS Schwieriger Start
Dem durch Fusion Mitte des Jahres entstandenen deutsch-französischen Pharmariesen Sanofi-Aventis steht ein schwieriger Start bevor. Gleich mit drei der wichtigsten Produkt-Hoffnungsträger des nun drittgrößten Pillenkonzerns der Welt könnte es Probleme geben. Branchenführer Pfizer versucht zurzeit, dem Neuling ein inhalierbares Insulin namens Exubera streitig zu machen. Aventis hatte mit Pfizer einen Vertrag zur gemeinsamen Vermarktung des auf Milliardenumsätze geschätzten Exubera geschlossen, der im Falle des Verkaufs von Aventis Ausstiegsmöglichkeiten vorsieht. Zudem entscheiden nächstes Jahr US-Gerichte über Klagen von Generika-Herstellern gegen das Patent des Sanofi-Blutverdünners Plavix, der Sanofi jährlich 1,3 Milliarden Euro bringt. Und schließlich könnte die Zulassung von Acomplia, einer Pille gegen Fettleibigkeit und Rauchen, der bis zu sechs Milliarden Dollar Umsatz zugetraut wird, ins Stocken geraten. Nach dem Rückzug des Milliarden-Sellers Vioxx der US-Pharmafirma Merck wegen Nebenwirkungen will die amerikanische Zulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) neue Medikamente intensiver prüfen. Sanofi-Aventis will Acomplia Anfang nächsten Jahres bei der FDA einreichen.