Server-Gigant stürzt ab Sun Microsystems erleidet Milliardenverluste
Santa Clara - Der Server- und Software-Hersteller Sun Microsystems hat mit einem Milliardenverlust auf seinem Sanierungskurs einen schweren Rückschlag erlitten. Der US-Konzern stürzte in seinem ersten Geschäftsquartal vor allem wegen enormer Abschreibungen mit 1,68 Milliarden Dollar tief in die roten Zahlen. Der Umsatz fiel um mehr als sieben Prozent auf 2,99 Milliarden Dollar (2,3 Mrd Euro), wie Sun am Donnerstag nach US-Börsenschluss in Santa Clara (Kalifornien) bekanntgab.
Ein Jahr zuvor hatte Sun noch 89 Millionen Dollar Gewinn gemacht. Der Konzern musste nun wegen des starken Kursverfalls der Sun-Aktie und der schlechteren Geschäftsaussichten von seinem Firmenwert 1,45 Milliarden Dollar abschreiben. Hinzu kamen Belastungen durch den Konzernumbau.
Der wirtschaftliche Abschwung belaste überdies die Sun-Kunden weiterhin, warnte Konzernchef Jonathan Schwartz. Besonders leide dadurch das lukrativere High-End-Geschäft.
Auch ohne die enormen Sondereffekte erlitt Sun noch einen Verlust von 65 Millionen Dollar oder 0,09 Dollar je Aktie. Analysten hatten mit 0,08 Dollar gerechnet. Die für Experten wichtige Bruttomarge fiel um mehr als acht Prozentpunkte auf 40,2 Prozent. Sun hatte Anfang vergangener Woche bereits vor neuen Verlusten und einem sinkenden Umsatz gewarnt.
Sun zählt neben IBM , Hewlett-Packard und Dell zu den großen Server-Herstellern der Welt. Zum Einsatz kommen die Hochleistungs-Rechner in Firmen-Computernetzen, beim Betrieb von Websites und für den Datenverkehr im Internet.
amz/dpa/AP