Service-Rufnummern: Scheurle will Geld sehen - DER SPIEGEL
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Service-Rufnummern Scheurle will Geld sehen

Für die Nutzer von Sonder-Rufnummern ist Zahltag. Chef-Regulierer Klaus-Dieter Scheurle verschickt mehr als 80.000 Rechnungen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bonn - Verbraucher und Unternehmen werden in den nächsten Wochen für persönliche Wunsch- oder kostenlose Service-Rufnummern zur Kasse gebeten. Wie die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post am Dienstag in Bonn ankündigte, werden Anfang Dezember die Gebührenbescheide für zugeteilte 0180er-, 0700er- und 0800er-Rufnummern versandt. Insgesamt sollen 80.000 Briefe verschickt werden.

Pro Rufnummer berechnet die Behörde 125 Mark, womit der Verwaltungsaufwand abgegolten werde. Die gesamte Summe beläuft sich auf 30,3 Millionen Mark. Im Sommer 1999 hatte der Bundeswirtschaftsminister eine entsprechende Verordnung erlassen, die rückwirkend zum 1. August 1996 in Kraft getreten war. Schon bei der Zuteilung sei darauf hingewiesen worden, dass noch Rechnungen verschickt würden, hieß es weiter.

Mehr als die Hälfte aller Zuteilungen (270.000) entfiel laut Regulierungsbehörde auf kostenlose 0800er-Servicenummern. Vergeben wurden darüber hinaus 56.000 Wunsch-Rufnummern mit der Vorwahl 0700 sowie 64.400 Rufnummern mit der 0180er-Vorwahl, bei denen sich die Teilnehmer die Kosten teilen. Abgelehnt wurden 30.700 Anträge.

Die Regulierungsbehörde wies darauf hin, dass sie auch hierfür wegen des entstandenen Arbeitsaufwandes eine Gebühr erheben wird. Sie soll allerdings niedriger ausfallen und könnte im günstigsten Fall 31,25 Mark betragen. Für Rückfragen hat die Behörde eine Hotline eingerichtet (01803 - 68 66 37) - Kosten für den Anrufer: 24 Pfennig pro Minute.