Euroschein der zweiten Generation Jetzt kommt der neue Zwanziger
Vorderseite des neuen Zwanzigers: Überarbeitetes Hologramm
Foto: EZBJetzt kommen sie, die neuen Zwanziger. In Geldscheinen kann man zwar nicht so schön schwimmen wie Dagobert Duck in seinem Münzspeicher - aber wer hat auch so viel Bares rumliegen wie der Geizkragen aus Entenhausen mit seinem auf fünfzig Oktillionen geschätzten Vermögen? Die Banknoten haben denn auch ein anderes Ziel als Badefreuden: Dank zusätzlicher Sicherheitsmerkmale soll der neue 20-Euro-Schein Geldfälschern die Arbeit deutlich erschweren.
Vor allem das neue Hologramm-Fenster dürfte nicht ohne weiteres nachzuahmen sein, sagt Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele: "Mit dem neuen Zwanziger ist ein Meilenstein in der Banknoten-Technologie gelungen", wirbt er.
Auf den ersten Blick unterscheiden sich neue und alte Banknoten nicht gravierend, die Optik wurde, wie es heißt, "modernisiert": Hält man die Banknote gegen das Licht, wird das Fenster durchsichtig, und es erscheint ein Porträt der mythologischen Gestalt Europa, das von beiden Seiten des Geldscheins zu erkennen ist, wie Thiele erklärt: "Das Sichtfenster lässt sich mit einer Farbkopie nicht herstellen."
Vorderseiten des alten und neuen Scheins im Vergleich:
Die Vorgänger-20-Euro-Note war im ersten Halbjahr 2015 weltweit der von Kriminellen am häufigsten gefälschte Euro-Schein. Mehr als jede zweite Blüte war ein Zwanziger (55 Prozent). In Deutschland lag deren Anteil an den Fälschungen etwas niedriger: Hierzulande wurden mehr falsche Fünfziger sichergestellt: Allein im ersten Halbjahr 2014 hat die Bundesbank 25.000 Euro-Blüten sichergestellt.
Nach und nach werden alle Euronoten neu gestaltet und als "Europa-Serie" in Umlauf gebracht. Den Anfang machte der Fünf-Euro-Schein im Jahr 2013, der Zehner folgte im vergangenen Jahr.
Die bisherigen Euro-Banknoten bleiben selbstverständlich gültig. Sie werden im Laufe der Zeit aus dem Verkehr gezogen.
Rückseiten des alten und neuen Scheins im Vergleich: