Airbus-Langstreckenjet: A350-1000 absolviert Jungfernflug - DER SPIEGEL
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Neuer Airbus-Langstreckenjet: A350-1000 hebt ab

Foto: AIRBUS

Neuer Airbus-Langstreckenjet A350-1000 "Jumbokiller" besteht Jungfernflug

Airbus hat seinen neuen Langstreckenjet A350-1000 zum Jungfernflug starten lassen. Der erste Test verlief problemlos. Jetzt soll der "Jumbokiller" die Vorherrschaft des US-Konkurrenten Boeing brechen.
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Das Wetter war fast perfekt in Toulouse: Zehn Grad, kein Regen, eine leichte Brise aus Westnordwest. Dann hieß es "cleared for take-off". Der Airbus A350-1000 hob das erste Mal ab und setzte zu einem knapp dreistündigen Probeflug an.

Jungfernflüge sind in der Luftfahrtbranche schon immer eine große Show. Schließlich zeigt sich erst hier, ob die Flieger in der Realität funktionieren.

Der A350-1000 kann rund 350 Passagiere befördern und kostet 356 Millionen Dollar - er ist damit größer und teurer als jedes andere A350-Modell aus dem Hause Airbus. Passagiere können mit dem Flieger mehr als 14.000 Kilometer zurücklegen. Das entspricht in etwa der Strecke von Bangalore nach San Francisco.

Solche Distanzen waren bis vor wenigen Jahren nur Jumbojets vorbehalten, also der legendären Boeing 747. Deshalb sprechen Branchenexperten bei den neuen A350-Modellen auch von den "Jumbokillern".

Der A350-1000 ist die Antwort von Airbus auf die Vorherrschaft des amerikanischen Flugzeugherstellers. Dieser setzt mittlerweile auch die Langstreckenflugzeuge Boeing 787, genannt "Dreamliner", ein und gilt damit als König der Langstrecke. Nun sieht sich Airbus erstmals seit Jahren bei den Langstreckenfliegern wieder vor Boeing.

Am Donnerstagvormittag gab der Flieger sein Debüt. Nun folgen in Kürze zwei weitere Probeflüge, bevor der A350-1000 ab Mitte 2017 den regulären Flugbetrieb aufnehmen soll. Vor allem die Fluggesellschaften Qatar und Ethiad werden mit der Maschine unterwegs sein.

Wie die Boeing 787 ist der A350 extrem leise, sowohl für Flughafenanwohner als auch für Passagiere. Selbst beim Start kann man sich in gedämpftem Tonfall mit seinem Nachbarn unterhalten, die Triebwerke sind kaum zu hören. Beide Flugzeuge sind zu großen Teilen aus Kohlefaserverbundstoff anstelle von Aluminium gebaut.

Hier sehen Sie in einer Bilderstecke Fotos vom Jungfernflug des A350-1000.

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hej/Reuters

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