Tarifkampf Ver.di crasht Amazons "Black Friday"
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Foto: Carlos Jasso/ REUTERSAm Schnäppchentag Black Friday bläst Ver.di zum Streik beim Onlineversandhändler Amazon. Die Dienstleistungsgewerkschaft rief Mitarbeiter an den Standorten im hessischen Bad Hersfeld und im nordrhein-westfälischen Rheinberg am Freitag zum Ausstand auf.
Die Gewerkschaft kämpft seit Jahren dafür, dass die Amazon-Beschäftigten einen Tarifvertrag bekommen und nach dem Tarif für den Einzel- und Versandhandel bezahlt werden. Amazon lehnt dies ab.
Der Ver.di-Landesbezirk Hessen teilte in der Nacht zum Freitag mit, der Ausstand am Amazon-Standort in Bad Hersfeld habe mit dem Arbeitsbeginn der Nachtschicht begonnen und werde bis Mitternacht weitergeführt.
Amazon teilte mit, dass die überwiegende Mehrheit der Mitarbeiter weiterhin wie geplant arbeite. Daher seien Kundenbestellungen vom Streik nicht betroffen.
"Einsatz der Beschäftigten muss besser honoriert werden"
Mit der Angebotswoche rund um den Black Friday als Auftakt des Weihnachtsshoppings gehe es in den "Jahresendspurt", erklärte Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke. Für die Beschäftigten sei das "die stressigste Zeit, Überstunden inklusive".
"Die Beschäftigten gehören besonders an einem Tag wie dem Black Friday in den Mittelpunkt gestellt", erklärte Middeke. "Der Einsatz der Beschäftigten muss besser honoriert werden, durch eine höhere Bezahlung und durch ein tarifliches Weihnachtsgeld."
Die Ver.di-Landesbezirksfachbereichsleiterin Handel NRW, Silke Zimmer, erklärte, die Black-Friday-Rabattaktion von Amazon gehe einseitig zulasten der Beschäftigten: "Die müssen derzeit sowohl die Regale für das Weihnachtsgeschäft auffüllen als auch Tausende Black-Friday-Angebote verschicken. Da fallen viele Überstunden an, die deutlich schlechter vergütet werden, als dies bei tarifgebundenen Unternehmen der Fall ist."