Anbietervergleich Wo Sie günstiges Gas bekommen
Gastechniker: Guter Service zu günstigen Preisen ist machbar
Foto: MATTHIAS RIETSCHEL/ ASSOCIATED PRESSHamburg - Wer billig einkauft, muss oft auf guten Service verzichten, egal, ob er einen günstigen Handy-Vertrag abschließt, einen Computer kauft oder den Stromanbieter wechselt. Auch auf dem Gasmarkt gilt diese Regel leider noch viel zu oft. Doch es gibt Ausnahmen. Das ergibt eine bislang unveröffentlichte Studie des unabhängigen Verbraucherportals Verivox .
Insgesamt 125 der wichtigsten Gasanbieter Deutschlands hat Verivox getestet - und für SPIEGEL ONLINE zusätzlich herausgefunden, inwieweit man für einen besseren Service einen Aufpreis zahlen muss. Dazu wurden verschiedene Tarife in derselben Stadt miteinander verglichen: der Grundversorger und der jeweils günstigste Versorger in der Region.
Der Vergleich zeigt, dass Verbraucher oft in einen Tarif wechseln können, der günstiger ist als der des Grundversorgers und gleichzeitig einen besseren Service bietet: So hat ein Tarif der E.on Edis Vertrieb GmbH sogar die Service-Bewertung "gut" - obwohl er rund 400 Euro günstiger ist als ein anderer Tarif in derselben Stadt, der nur mit "befriedigend" bewertet ist.
Wer bietet den besten Service? Und was kostet das?
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Den Service der einzelnen Anbieter bewertet Verivox anhand zahlreicher Kriterien - unter anderem untersuchte das Verbraucherportal die Transparenz der Vertragsurkunden und der Allgemeinen Geschäftsbedingungen und testete mit Anrufen und E-Mails die Qualität der Kundenberatung.
Verivox hat die Service-Studie bereits zum dritten Mal erstellt. Im Vergleich zur vorigen Erhebung hat sich die Service-Qualität leicht verbessert. So erhielten 2009 noch 57 Prozent der Anbieter die Note "sehr gut" oder "gut". Dieses Mal sind es 62 Prozent.
Verivox-Sprecherin Dagmar Ginzel deutet das als Trend: "Zwar wird der Wettbewerb auf dem Gasmarkt noch immer in erster Linie über den Preis ausgetragen", sagt sie. "Doch die Versorger haben erkannt, dass auch Service und Vertragsgestaltung attraktiv gestaltet werden müssen."
Der Wettbewerb auf dem Gasmarkt für private Verbraucher nimmt stetig zu. Die Zahl der durchschnittlich verfügbaren Gasversorger pro Postleitzahlengebiet ist im August 2011 auf 53 gestiegen. Seit der Öffnung des Gasmarktes im Jahr 2007 hat sie sich jedes Jahr nahezu verdoppelt.
Beim Service mögen sich die Firmen allmählich bessern. Doch auch bei den Preisen langen sie weiter kräftig zu. Mehr als hundert Versorger haben angekündigt, zum Herbst die Tarife zu verteuern - pünktlich zum Beginn der Heizsaison.
Ob auch Sie bald mehr zahlen müssen, entnehmen Sie folgender interaktiver Tabelle.