Berliner Flughäfen Ver.di verspricht Streikpause bis Sonntag
Flughafen Tegel am 13. März 2017
Foto: Sean Gallup/ Getty ImagesIm Tarifkonflikt des Bodenpersonals an den Berliner Flughäfen gibt es bis einschließlich Sonntag keine weiteren Streiks. Die Gewerkschaft Ver.di kündigte am Dienstag an, der seit Montag laufende Arbeitskampf werde wie geplant Mittwochfrüh gegen 5 Uhr beendet. Anschließend werde sich der Betrieb in Tegel und Schönefeld schrittweise normalisieren.
"Wir haben uns zu dieser Streikpause entschlossen, um den Arbeitgebern eine weitere Nachdenkpause zu gewähren", sagte Ver.di-Streikleiter Enrico Rümker. Nur mit einem verbesserten Angebot der Arbeitgeber könne der verschärfte Konflikt beigelegt werden. Die Arbeitgeber schlugen ihrerseits eine Schlichtung vor und signalisierten, dass es vorerst keine neue Offerte gebe.
Freitag, Montag und Dienstag fielen insgesamt rund 1900 Flüge aus. Zehntausende Passagiere waren betroffen. "Permanente Streiks und verhärtete Fronten sind keinem länger zumutbar", sagte ein Sprecher der Arbeitgeber. "Die Positionen liegen derzeit extrem weit auseinander." Deshalb sei eine Schlichtung der einzige Weg, um eine für beide Seiten vertretbare Lösung zu finden.
Ver.di gab sich zurückhaltend. Ma erwarte zunächst ein "substanziell verbessertes Angebot". Auf die Frage, ob die Arbeitgeber planen, eine solche Offerte vorzulegen, sagte der Arbeitgeber-Sprecher: "Nein, erst einmal nicht."
Ver.di fordert für die rund 2000 Mitarbeiter des Bodenpersonals eine Erhöhung des Stundenlohns um einen Euro auf zwölf Euro und einen Tarifvertrag mit einjähriger Laufzeit. Die Arbeitgeberseite bietet eine Erhöhung des gesamten Lohnvolumens von acht Prozent über drei Jahre an.
Ver.di-Bundesvorstand Christine Behle verwies auf einen Tarifabschluss vom Montag am Stuttgarter Flughafen, wo das Bodenpersonal - je nach Lohngruppe - künftig bis zu 15,2 Prozent mehr Einkommen bekommt. "Was an anderen Standorten erreicht wurde, muss auch in Berlin möglich sein", sagte Behle.